Eigenschaften und Hinweise zur Gewebestruktur im Siebdruck
Verfahrensmerkmale
Metallätzung imitiert einen Matt-Effekt durch strukturierte Farben auf Gold- und Silberpapier, wobei die Rauheit und Haptik der Struktur von der verwendeten Farbe abhängt und während des Betriebs nur begrenzt angepasst werden kann. Die Gewebestruktur-Technik basiert auf der Metallätzung und integriert Elemente von Relieftechniken, indem gleichmäßig verteilte Punktmuster anstelle von Volltonfarben verwendet werden. Dadurch entsteht ein gewebeähnlicher Struktureffekt ähnlich wie bei Mattierungen, wobei die Strukturgröße und -form über den Film individuell angepasst werden können. Verschiedene Farben, darunter Perlglanz- und Farbwechselfarben, können eingesetzt werden, was den ästhetischen Wert erhöht.
Druckformenherstellung
Die Herstellung hochwertiger Siebdruckformen ist entscheidend für exzellenten Gewebestruktur-Druck. Wichtige Punkte sind ausreichender Abstand zwischen den Drucken für den Passer, da sich der Strukturfilm von Volltonmotiven unterscheidet. Die Siebspannung sollte bei einem 300-Mesh-Sieb zwischen 20 und 23 N/cm liegen, um Probleme wie längliche Drucke und Farbinkonsistenz zu vermeiden. Die Dicke der Fotemulsionsschicht sollte gleichmäßig sein, um die Druckqualität nicht zu beeinträchtigen. Genaue Belichtungszeiten müssen für verschiedene Mesh-Zahlen aufgezeichnet werden, um zukünftige Arbeiten datenbasiert durchführen zu können.
Bei punktbasierten Gewebestruktur-Produkten kann eine unsachgemäße Abstimmung von Siebmesh und Linienzahl zu Moiré-Mustern führen, insbesondere mit steigender Mesh-Zahl. Die Anpassung der Belichtungswinkel während des Druckens kann dieses Problem mildern. Zwei Methoden zur Winkelanpassung sind "geneigte Spannung mit gerader Belichtung" und "gerade Spannung mit geneigter Belichtung", wobei letztere aufgrund der einfacheren Anpassung bevorzugt wird. Nach der Belichtung sollte das Sieb mit Hochdruck- und Niedrigfluss-Sprühgeräten entwickelt werden, um unvollständige oder ausgewaschene Punkte zu vermeiden. Vor dem Drucken ist die Vollständigkeit des Motivs und die Integrität der Punkte zu prüfen und bei Bedarf auszubessern.
Farben
Für Siebdruck-Gewebestrukturen können je nach Designanforderung verschiedene Farben gewählt werden. Für Produkte mit Vollton-Grundfarben und Gewebestrukturen eignen sich farbige Perlglanz- oder Farbwechselfarben. Für den Direktdruck auf Gold- oder Silberpapier sind klare Mattfarben am besten geeignet. Bei der Farbauswahl ist die "Mesh-Durchlassrate" zu berücksichtigen; niedrige Raten können nach mehreren Drucken zu unvollständigen Punkten führen. Die Wahl von nicht verstopfenden UV-Farben reduziert die Notwendigkeit häufiger Siebreinigung und macht den Prozess sicherer und umweltfreundlicher.
Papier
Zur Steigerung der Produktqualität verwenden viele Verpackungsdesigns heute gestrichenes Gold- oder Silberpapier. Die Farbe der Farbe beeinflusst das Endergebnis, insbesondere bei klaren Farben, die die Papierfarbe widerspiegeln. Variationen in der Papierfarbe können zu inkonsistenten Druckergebnissen führen, daher sollte die Farbe bei der Materialqualitätsprüfung während des Einkaufs berücksichtigt werden.
Druckhinweise
Mit fortschreitendem Siebdruck dünnt die Emulsionsschicht auf dem Sieb aus, was die Druckqualität nach einer bestimmten Anzahl von Verwendungen beeinträchtigt. Regelmäßige Prüfungen von Musterdrucken sind erforderlich, um zu bestimmen, wann Siebe ersetzt werden müssen. Die Reinigungsfähigkeit von Sieben ist bei Gewebestrukturen schlechter als bei Volltonmotiven; Staub kann sich ansammeln und die Qualität beeinträchtigen. Um Probleme zu minimieren, vermeiden Sie Papierstaub beim Schneiden und setzen Sie staubfreien UV-Offsetdruck in verwandten Prozessen ein.
Bei Produkten mit Mattfarben stellen Sie sicher, dass Heißfolienprägung und Lackierung nach dem Offsetdruck und vor dem Siebdruck erfolgen, um Probleme mit Haftung und Gleichmäßigkeit zu vermeiden.