Bestimmung der Rasterweite anhand der Papierbeschaffenheit
Papier ist der Hauptbedruckstoff für den Druck, und die Qualität des Papiers wirkt sich direkt auf die Qualität der Druckerzeugnisse aus. Es gibt erhebliche Unterschiede in Glanz, Oberflächenfestigkeit, Weißgrad, Saugfähigkeit, Glätte und Dimensionsstabilität verschiedener Papiersorten. Selbst unter gleichen Druckbedingungen erzeugt dieselbe Farbe auf unterschiedlichen Papieren unterschiedliche Farbwirkungen. Die Oberflächeneigenschaften des Papiers spiegeln direkt die Tonwertabstufungen und Farben des Bildes wider und bestimmen die Tonwert- und Farbstandards für die Druckplattenherstellung. Daher ist es in der Praxis unerlässlich, die Druckeigenschaften des Papiers vollständig zu verstehen und die Druckparameter entsprechend festzulegen, um die Qualität der Druckprodukte zu verbessern.
Bestimmung der Rasterweite anhand der Papierbeschaffenheit
Übliche Rasterweiten sind 80, 100, 120, 133, 150, 175, 200 und 300 lpi. Bei der tatsächlichen Auswahl ist die Beschaffenheit des Papiers ein entscheidender Einflussfaktor. Die Glätte und Rauheit der Papieroberfläche bestimmen die Anforderungen an die Rasterweite. Gestrichenes Papier oder hochglänzender Weißkarton hat eine hohe Oberflächenglätte und kann feinere Rasterpunkte wiedergeben, was eine höhere Rasterweite ermöglicht, typischerweise zwischen 175 und 300 lpi. Ungestrichenes Papier ist rauer als gestrichenes Papier und kann eine Rasterweite zwischen 120 und 150 lpi aufweisen. Zeitungspapier ist noch rauer und erfordert größere Rasterpunkte für den Druck; daher sollte seine Rasterweite zwischen 80 und 100 lpi liegen.
Bestimmung der Schwarz-/Weißbereiche anhand der Papierbeschaffenheit
In den Lichtern gedruckter Bilder können typischerweise 3 % bis 5 % der Lichter nicht wiedergegeben werden, was bedeutet, dass die Lichter des Drucks durch die Farbe des Papiers gebildet werden. Unterschiedliche Weißgrade des Papiers beeinflussen die Helligkeit und Sättigung der Hauptlichter und damit den Farbkontrast des Bildes. Auch die Textur des Papiers spielt eine Rolle; Zeitungspapier ist porös und saugt leicht Farbfasern auf, was zu hoher Lichtstreuung und verringerter Druckdichte führt, wodurch dunkle Bereiche weniger schwarz erscheinen. Umgekehrt haftet die Farbe auf glattem, gestrichenem Papier an der Oberfläche mit minimaler Lichtstreuung und erzeugt dunklere Töne.
Der Glanz von Zeitungspapier wirkt sich negativ auf die Farbtreue der Farbe aus, mit geringem Oberflächenweißgrad und Kontrast; seine Glätte ist gering, was zu hoher Farbdiffusion führt, sodass selbst gutes Zeitungspapier 133 lpi Rasterweite nicht überschreitet. Angesichts dieser Eigenschaften können die Kalibrierungswerte für Schwarz-/Weißbereiche festgelegt werden, wobei der Weißbereich eine kleine Flächenrasterung verwendet (C=0 %, M=0 %, Y=0 %, K=0 %) und der Schwarzbereich auf C=62 %, M=Y=56 %, K=75 % kalibriert wird. Die Gesamtfarbdeckung sollte ebenfalls niedriger gehalten werden, etwa 250 %.
Gestrichenes Papier hat gute Glätte, Weißgrad und Lichtreflexionsfähigkeit. Farbe, die auf gestrichenes Papier gedruckt wird, diffundiert minimal, was zu guter Rasterpunktqualität führt, und die Punktzunahme kann auf etwa 15 % kontrolliert werden. Drucke auf gestrichenem Papier haben hervorragende Farbsättigung und Lebendigkeit und zeigen gute Tonwerttiefe und Kontrast. Lichter können Rasterpunkte bis zu 2 % wiedergeben, und die Gesamtfarbdeckung für dunklere Töne kann etwa 340 erreichen, mit einer Rasterweite von über 200 lpi und einem Dichtekontrast von 1,8. Für gestrichenes Papier legen einige Hersteller den Rasterpunktwert im Weißbereich auf C=95 %, M=Y=3 % fest, was mit den kleinsten Rasterpunkten zusammenhängt, die bei der Plattenbelichtung und im Druck erreichbar sind. Die Schwarzbereichskalibrierung beträgt etwa C=95 %, M=Y=85 %, K=75 %.
Es ist zu beachten, dass, wenn keine Lichterpunkte im Bild vorhanden sind, die Papierfarbe als Referenzpunkt für die Anpassung des Weißbereichs verwendet werden kann, um sicherzustellen, dass jeder Farbpunkt in CMYK unter 3 % bleibt.
Bestimmung der Farbseparierungsparameter anhand der Papierbeschaffenheit
1. Kompensation der Punktzunahme: Wenn Farbe unter Druck auf die Papieroberfläche übertragen wird, diffundiert sie aufgrund der Saugfähigkeit des Papiers, was zu einer Punktzunahme führt, die das Bild verdunkelt. Unterschiedliche Papierqualitäten führen zu unterschiedlichen Graden der Punktzunahme, wobei Zeitungspapier die höchste und gestrichenes Papier die niedrigste aufweist. Die Punktzunahme folgt typischerweise einem exponentiellen Muster, was eine Kompensation in der Druckvorstufe erforderlich macht.
Für verschiedene Rasterpunktgrößen variiert der Punktzunahmewert. Im Allgemeinen haben Lichter- und Dunkeltonpunkte eine geringere Zunahme, während Mitteltöne eine höhere Zunahme aufweisen. Es wird empfohlen, die Standardeinstellungen zu verwenden, wobei gestrichenes Papier standardmäßig etwa 17 %, ungestrichenes Papier 22 % und Zeitungspapier 30 % aufweist.
2. Auswahl der Farbseparierungstypen (GCR, UCR): Die Verwendung von GCR hilft, die Graubalance zu erhalten, die Gesamtfarbdeckung zu reduzieren und die Trocknung zu beschleunigen. Die Qualität der Schwarzplatte ist beim Druck entscheidend; für Standardoriginale wird GCR empfohlen. Für spezielle Originale mit reichen Mittel- und Dunkeltönen kann auch UCR verwendet werden. Flexibilität ist entscheidend.
3. Einstellungen der Gesamtfarbdeckung: Die Druckeigenschaften des Papiers sowie die hohe Geschwindigkeit des Rollendrucks bedingen, dass die Gesamtfarbdeckung nicht zu hoch sein darf. Internationale Daten zeigen, dass die Gesamtschwarzdeckung für Zeitungspapier im Allgemeinen auf 240 % bis 260 % kontrolliert wird; für gestrichenes Papier 280 % bis 320 %; und für ungestrichenes Papier 300 % bis 340 %. Diese Werte hängen von verschiedenen Prozessen ab und werden von der Punktzunahme beeinflusst. Bei starker Punktzunahme sollte dieser Wert reduziert werden; andernfalls können dunklere Töne Details verlieren. Bei normaler Punktzunahme kann der Wert erhöht werden, um reiche Farbsättigung und ausreichende Tonwertdarstellung über das gesamte Spektrum zu gewährleisten. Zusätzlich sollte die geeignete Farbe basierend auf der Papiersorte ausgewählt werden.