Druckwissen
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Der Stapeldruck

Ein Stapeldruck ordnet einzelne Farbwerke, auch Sektionen oder Decks genannt, vertikal auf einer oder beiden Seiten eines Hauptdruckrahmens an. Zahnradzüge, die von diesem zentralen Rahmen getragen werden, treiben jedes Werk an. Diese Druckmaschinen werden mit einem bis acht Farbwerken hergestellt, wobei die Sechsfarbenkonfiguration am häufigsten vorkommt.

Ein typischer 6-Farben-Wide-Web-Stapeldruck, bei dem einzelne Farbwerke übereinander auf einer oder beiden Seiten eines Hauptdruckrahmens gestapelt sind

Stapeldrucke bieten drei wesentliche betriebliche Vorteile. Erstens kann der Bediener in der Regel den Bahnlauf umkehren, wodurch beide Seiten eines Substrats in einem einzigen Durchgang bedruckt werden können. Verschiedene Einfädelanordnungen ermöglichen eine vollständige Tintentrocknung, bevor die Rückseite bedruckt wird, sofern eine ausreichende Trocknungskapazität zwischen den Werken integriert ist. Der zweite Vorteil ist die hohe Zugänglichkeit der Farbwerke, was Umrüst- und Waschvorgänge vereinfacht. Der dritte Vorteil ist die Fähigkeit der Maschine, große Rapportlängen zu drucken.

Obwohl sich der Stapeldruck in zahlreichen Anwendungen bewährt hat und nahezu jeden Substrattyp bedrucken kann, weist er für bestimmte Einsätze Grenzen auf. Beim Bedrucken dehnbarer Substrate oder Materialien mit extrem geringer Stärke ist der Stapeldruck im Allgemeinen auf Farbregister mit einer Genauigkeit von nicht mehr als ±0,0312" beschränkt. Beim Bedrucken schwererer Materialien wie Papiere und laminierter Folienstrukturen, die höhere Bahnspannung tolerieren, kann die Maschine jedoch kommerziell akzeptable registerhaltige Produkte herstellen.

Dieses Druckmaschinendesign eignet sich gut für die Integration mit anderen Maschinen in einem Inline-Produktionsprozess. Übliche Zusatzaggregate sind Extruder, Beutelmaschinen, Querschneider und Kaschiermaschinen.

Spezialisierte Farbwerkdesigns ermöglichen eine 360°-Registersteuerung an jeder Einheit sowie ein unabhängiges Ein- und Auskuppeln, wodurch der Rest der Maschine weiterlaufen kann. Der Stapeldruck dient auch effektiv als Lackier- und Tönungsmaschine. Da jedes Farbwerk unabhängig arbeitet, können verschiedene Rotationen der Farbauftragsteile mechanisch angeordnet werden. Die Bahnführung kann ebenfalls geändert werden, um einen Bogen vollflächig zu lackieren oder Lacke in Standardweise aufzutragen. Diese Techniken werden häufig beim Vordrucken von Wellpappe-Deckenmaterial angewendet.

Ihre mechanische Einfachheit und Anpassungsfähigkeit unterstützen die Integration in rationelle, automatisierte Produktionslinien. Ihre Effizienz beim Einzeldurchlaufdruck steht zudem im Einklang mit laufenden Bemühungen, Materialverschwendung und Energieverbrauch zu reduzieren.