Hinweise zur Druckvorstufengestaltung beim Zweifarbdruck
Zweifarbdruck-Design bezeichnet den Prozess, bei dem ein Originalbild durch eine Farbseparationstechnik mit zwei verschiedenen Druckfarben reproduziert wird. Im Allgemeinen kombiniert der Zweifarbdruckprozess die Schwarzplatte (K) mit einer der anderen drei Farbplatten (C, M, Y) aus dem CMYK-Farbmodell. Die Schwarzplatte wird typischerweise für dunklere Bereiche im Bild verwendet, um den Kontrast zu erhöhen, während die drei Farben (C, M, Y) für die helleren Bereiche eingesetzt werden, wodurch die Farbabstufung und Tiefe des Originalbildes erhalten bleibt. Diese Methode ermöglicht eine bessere Reproduktion sowohl des Tonwertumfangs als auch der Farbschichten des Bildes. Im Vergleich dazu führt die alleinige Kombination von C, M und Y zu einem reduzierten Tonwertkontrast, insbesondere in dunkleren Bereichen, was die Reproduktion des Originaleffekts erschwert.
Beim Design für den Zweifarbdruck ist es entscheidend, die ursprünglichen Schichten und Tonwertinformationen des Bildes zu bewahren und gleichzeitig das Verhältnis zwischen den beiden Farbkombinationen anzupassen, um den gewünschten Farbeffekt zu erzielen. Das beste Werkzeug hierfür ist die Duotone-Funktion in Adobe Photoshop. Duotone ermöglicht es Designern, die Kurven zweier verschiedener Farben anzupassen, um den gewünschten Bildeffekt zu erzielen. Diese Technik ist nicht einfach eine Reduktion von den vier CMYK-Kanälen (zwei Kanäle entfernen und zwei behalten), sondern basiert auf den strukturellen Prinzipien von Graustufenmodus-Bildern. Durch Anpassung der Kurven zweier Farben können Designer die Farbseparation auf verschiedenen Tonwertstufen neu kombinieren.
Korrekte Methodik:
1. Stellen Sie sicher, dass das Originalbild im RGB-Modus vorliegt, nicht im CMYK-Modus (da RGB auf den optischen Eigenschaften des Lichts basiert, während CMYK auf der Farbstoffabsorption auf Papier basiert. RGB hat einen größeren Farbraum als CMYK und kann viele lebendigere und hellere Farben darstellen. Dadurch eignet sich RGB besser zur Bewahrung eines breiteren Tonwertumfangs und der Bildtiefe).
2. Konvertieren Sie das Bild vom RGB-Modus in den Lab-Modus, entfernen Sie dann die Farbkanäle a und b, sodass nur der L-Kanal (Helligkeit) übrig bleibt. Konvertieren Sie den L-Kanal anschließend in den Graustufenmodus (da der Lab-Modus den größten Farbraum bietet, was die Einschränkungen von RGB- und CMYK-Modi ausgleicht. Die Graustufenkonvertierung aus dem Lab-Modus behält mehr Tonwertinformationen bei als eine direkte Konvertierung von RGB oder CMYK in Graustufen).
3. Verwenden Sie das Duotone-Werkzeug von Photoshop, um das Bild in zwei Farben zu gestalten. Während der Verwendung des Duotone-Werkzeugs können Sie die Kurven der beiden Farben anpassen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Nach Abschluss des Duotone-Designs speichern Sie die Datei im Photoshop-EPS-Format. Damit ist die Farbseparation für den Zweifarbdruck abgeschlossen, da die Technik das Design des Bildes in Duotone umfasst.
Einige Designer verwenden aufgrund mangelnden Verständnisses der Drucktechnologie oder unzureichender Kenntnisse in Photoshop möglicherweise falsche Methoden für das Zweifarbdruck-Design. Diese Fehler treten hauptsächlich in zwei Formen auf:
1. Direkte Auswahl von zwei Kanälen aus dem CMYK-Farbmodell (oder Auswahl der zwei Kanäle mit reicheren Tonwertinformationen) und Ausgabe für die Plattenherstellung. Diese Methode verwendet selektiv Tonwertinformationen nur aus einem Teil des Bildes, wodurch die Tonwertinformationen der anderen Kanäle geopfert werden, was zu Bildverzerrungen führt.
2. Um die Tonwertinformationen in bestimmten Kanälen zu verbessern, wird das Bild zunächst von CMYK in den Graustufenmodus konvertiert (Zusammenführung der vier Kanäle zu einem einzigen Kanal) und dann zurück in den CMYK-Modus konvertiert. Anschließend werden zwei entsprechende Kanäle für die Ausgabe ausgewählt. Obwohl diese Methode die Tonwertinformationen in bestimmten Kanälen verbessert, führt sie dennoch zum Verlust von Tonwertdetails in anderen Kanälen, was zu Bildverzerrungen führt.
Die grundlegenden Elemente des Seitenlayout-Designs bestehen aus Bildern, Vektortext, Zierlinien und Farbblöcken. Daher muss das zweifarbig gestaltete Bild mit entsprechendem erklärenden Text kombiniert werden. In Layout-Software (wie Pagemaker, Freehand usw.) werden die Farben von Text, Zierlinien und Farbblöcken über die Farbpalette der Software definiert. Der Schlüssel für ein erfolgreiches Zweifarbdruck-Design ist:
Beim Importieren eines zweifarbig gestalteten Photoshop-Bildes in Layout-Software (z. B. Pagemaker) muss das Bild in seiner exakten zweifarbigen Form verwendet werden. Wenn beispielsweise ein Photoshop-Bild mit Schwarz und PANTONE 1915 als zwei Sonderfarben gestaltet wurde, enthält die Farbpalette der Software automatisch Schwarz und PANTONE 1915, wenn dieses Bild in Pagemaker platziert wird. Bei der Definition der Farben für Text, Zierlinien und Farbblöcke in Pagemaker sollten nur diese beiden Sonderfarben, Schwarz und PANTONE 1915, verwendet werden, um sicherzustellen, dass die endgültige Ausgabe im Zweifarbformat erfolgt.