Wie Sie den richtigen Etikettendrucker für Ihr Unternehmen auswählen
Versandetiketten, Lagerplatzanhänger, Preisaufkleber im Einzelhandel und Konformitätsetiketten beginnen alle gleich: Jemand muss sie drucken. Ein Etikettendrucker gibt diese Aufgabe in Ihre eigenen Hände, und das gewählte Gerät beeinflusst die täglichen Kosten, die Druckqualität und den reibungslosen Ablauf Ihres Betriebs. Die richtige Wahl hängt von einigen praktischen Fragen ab: Menge, Etikettengröße, Inhalt, Geschwindigkeit und Arbeitsumgebung.

Wie viele Etiketten drucken Sie pro Tag?
Die Menge ist der erste Filter. Wenn Sie mehr als tausend Etiketten pro Tag drucken, verschleißt ein Desktop-Gerät schnell. Suchen Sie ein Industriemodell mit Metallgehäuse, das Dauerbetrieb und staubige Bedingungen aushält. Wenn Sie einige hundert Etiketten pro Tag drucken, reicht ein Desktop-Drucker. Er kostet weniger, benötigt wenig Platz auf dem Schreibtisch und bewältigt typische Büroaufgaben ohne Probleme.
Welche Größe und welchen Inhalt benötigen Sie?
Die meisten Etikettendrucker verarbeiten ein Standard-Versandetikett von 4 mal 6 Zoll, das den Anforderungen gängiger Frachtführer entspricht. Einige Modelle nehmen breitere Medien für größere Anhänger oder mehrspaltige Layouts auf. Auch der Inhalt ist wichtig. Wenn jedes Etikett denselben Barcode und Text trägt, funktioniert fast jeder Drucker. Wenn jedes Etikett einen anderen Code benötigt, etwa eine Produktnummer oder Sendungsnummer, wählen Sie einen Drucker mit 32-Bit-Prozessor, damit er ohne Pausen zwischen den Etiketten mithält.
Für schärfere Bilder oder kleine Barcodes ist ein Druckkopf mit 300 dpi eine sinnvolle Aufwertung gegenüber den Standard-203 dpi. Hochauflösende Köpfe kosten etwas mehr, erzeugen aber sauberere Kanten bei Text und Symbolen. Einige Modelle bieten 600 dpi für sehr dichte Codes.
Direktthermodruck oder Thermodruck mit Farbband?
Zwei Technologien beherrschen den Markt. Der Direktthermodruck nutzt Hitze, um das Papier zu schwärzen, sodass kein Farbband nötig ist. Er ist günstig und schnell, doch das Bild verblasst mit der Zeit, was ihn am besten für kurzlebige Versandetiketten geeignet macht. Der Thermodruck mit Farbband verwendet ein Farbband, um Farbe auf das Etikett zu übertragen, sodass die Drucke Hitze, Feuchtigkeit und jahrelanger Lagerung standhalten. Wenn Ihre Etiketten lange halten müssen, ist der Thermodruck mit Farbband der sicherere Weg.
Wie schnell, und wo wird gedruckt?
Die Druckgeschwindigkeit liegt bei Desktop-Modellen üblicherweise zwischen 2 und 6 Zoll pro Sekunde und bei High-End-Industriegeräten bei bis zu 8 bis 12 Zoll pro Sekunde. Schnellere Ausgabe zählt, wenn eine Schicht endet und noch Hunderte Etiketten in der Warteschlange stehen. Auch der Aufstellort ist wichtig. Eine Produktionslinie oder ein Lagerboden verlangt ein Gerät mit Metallgehäuse. Eine Ladenkasse oder ein Büro kann ein kompaktes Desktop-Gerät nutzen, das sich leicht umstellen lässt.
Prüfen Sie die modernen Extras
Aktuelle Drucker werden mit USB, Ethernet und Wireless-Optionen geliefert, sodass Sie Aufträge von einem Computer oder einem Handscanner in die Warteschlange stellen können. Integrierte Etikettensoftware übernimmt Barcode-Erzeugung, Batch-Nummerierung und Vorlagen. Wenn Sie RFID-Etiketten drucken möchten, prüfen Sie vor dem Kauf, ob das Modell die RFID-Kodierung unterstützt.
Noch ein Punkt: Etikettendrucker sind stark bei Barcodes, Text und einfarbigen Grafiken. Vollfarbige Produktetiketten mit Fotos, Verläufen oder Markendesigns sind eine andere Aufgabe. Dafür bietet professioneller Etikettendruck einen größeren Farbraum, haltbare Materialien und Veredelungsoptionen, die ein Desktop-Thermodrucker nicht erreicht.