Methoden zur Steuerung des Graubalance in Druckprozessen
Die wichtigsten Methoden zur Steuerung der Graubalance im Druck sind die Graubalancekurve, die Grauskala, die Graubalance-Testtafel und die G7-Methodik. Der folgende Abschnitt vergleicht die Graubalancekurve, die Grauskala, die Graubalance-Testtafel und den G7-Prozess hinsichtlich ihrer Ansätze zur Graubalance-Steuerung.Grauskala
Die am häufigsten verwendete Methode zur Bewertung der Graubalance im Druck ist die Grauskala. Sie wird zusammen mit dem Bild unter Verwendung von Gelb-, Magenta-, Cyan- und Schwarzfarben gedruckt. Durch Beobachtung der Grauskala können Bediener die Tonwertwiedergabe und die Druckeigenschaften von Farbbildern überwachen und anpassen. Jeder Faktor, der die Wiedergabe von Neutralgrau beeinflusst, wirkt sich zwangsläufig auf die Tonwertwiedergabe in Farbbildern aus.Um eine akkurate Farbwiedergabe zu erreichen, müssen Drucker daher die Punktflächenbedeckungsverhältnisse der drei Primärprozessfarben basierend auf ihren tatsächlichen Farbeigenschaften anpassen. Wenn die drei Farben korrekt übereinander gedruckt werden, sollten sie Neutralgrautöne mit den richtigen Helligkeitsstufen erzeugen. Die Aufrechterhaltung dieses korrekten Gleichgewichts ist wesentlich für eine hochwertige Farbwiedergabe.
Graubalance-Testtafel und Dreifarben-Graukontrollstreifen
In der Produktion kann die Graubalance auch mithilfe von Graubalance-Testtafeln und Dreifarben-Graukontrollstreifen überwacht werden.Der Dreifarben-Graukontrollstreifen kombiniert ein Neutralgrau, das durch Übereinanderdrucken von Cyan-, Magenta- und Gelbfarben (50C, 39M, 39Y) erzeugt wird, mit einem Neutralgrau, das nur mit Schwarz (50K) gedruckt wird. Beide werden nebeneinander gedruckt.
Das durch 50K erzeugte Grau dient als visuelle Referenz. Durch den Vergleich der beiden können Bediener schnell und intuitiv die Graubalance-Leistung des Digitaldrucks bewerten und notwendige Anpassungen vornehmen.
Nach der visuellen Beurteilung des Dreifarben-Graukontrollstreifens wird häufig eine Graubalance-Testtafel zur weiteren Überprüfung verwendet. Typischerweise wird ein Farbmessgerät eingesetzt. Für jede Tonwertstufe von Grau ist das Bewertungskriterium, dass die gemessenen a- und b-Werte so nahe wie möglich bei null liegen sollten. Die Messdaten jeder Graustufe werden mit den entsprechenden Standardwerten verglichen, um die aktuelle Graubalance-Leistung des Digitaldrucksystems zu bestimmen.
Die genannten Methoden repräsentieren die traditionellen Techniken zur Steuerung der Graubalance in Druckprozessen. Unter diesen bleibt die Grauskala aufgrund ihrer Einfachheit, Zuverlässigkeit und direkten visuellen Interpretierbarkeit das am weitesten verbreitete und praktischste Werkzeug in der Routineproduktion.